Nordwest Immobilien | Magazin
01 I 2023
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© MYCS


Wie Startups die Möbelbranche revolutionieren: Die neuesten Trends im Fokus

Innovative Ideen wie Mietsofas, Pappstühle oder personalisierte Regale sind nicht nur aktuelle Trends auf dem Markt, sondern überzeugen auch auf ganzer Linie. Startups liefern dabei kreative Ideen. Insbesondere in den Bereichen Möbel-Trends, Kundenorientierung, Effizienz und Nachhaltigkeit setzen viele Unternehmen neue Maßstäbe und zeigen, wie es geht. Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die spannenden Geschäftsideen der Branche zu werfen und sich von der Kreativität und Power der Startups inspirieren zu lassen.

Mieten statt Kaufen 

Immer mehr junge Menschen fragen sich: Warum Möbel kaufen, wenn man sie auch mieten kann? Ein flexibler und minimalistischer Lebensstil erfordert schließlich keine Sofalandschaften und andere Verpflichtungen. Zudem möchten viele umweltbewusst leben und nachhaltig handeln. Hier kommen Mietmöbel im Abonnement mit einer maximalen Laufzeit von zwei Jahren ins Spiel.

Das Berliner Möbel Startup Lyght Living hat sich 2018 zum Ziel gesetzt, stilvolle Einrichtung namhafter Marken zu erschwinglichen Preisen an junge Menschen zu vermieten. 2020 wurde das Startup erfolgreich von FLC Furniture Leasing übernommen und bedient nun vor allem Millennials. Wie genau die Möbelmiete funktioniert und welche Unternehmen diesen Service noch anbieten, erfahren Sie in diesem Artikel. Mit Mietmöbeln lässt sich ein flexibler und nachhaltiger Lebensstil verwirklichen – ohne Verpflichtungen und mit stilvollem Ambiente.

Individualität statt Masse 

Millennials sind äußerst trendbewusst, aber gleichzeitig streben sie nach Individualität. Sie suchen nach Möbeln, die sie in Onlineshops, auf Flohmärkten oder über Tauschbörsen finden können, um ihre Einrichtung ganz nach ihren Wünschen zu gestalten. Viele von ihnen kreieren sogar ihre eigenen Regale, Sofas und mehr mithilfe von DIY-Tutorials. Möbel-Startups wie MYCS und Pickawood haben diese Sehnsucht nach Einzigartigkeit erkannt und ein Geschäftsmodell daraus entwickelt: selbst gestaltbare Möbel. Mit Hilfe von Modularsystemen und Online-Konfiguratoren können Kunden ihre Einrichtung nach ihren persönlichen Vorlieben gestalten. Millionen von Kombinationsmöglichkeiten bei Stoffen, Farben, Materialien, Größe und Funktionen garantieren eine einzigartige Individualität.

Dieses Konzept ist nicht nur für junge Menschen attraktiv, sondern auch wirtschaftlich interessant. Die Möbel werden in der Regel von Partnerbetrieben hergestellt, was den Startups hohe Anschaffungskosten für Geräte und Mitarbeiter erspart. Die modularen Systeme garantieren erschwingliche Preise bei hoher Qualität und kurzen Lieferzeiten, was für junge Menschen besonders wichtig ist.

Nachhaltige Materialien

ROOM IN A BOX revolutioniert das Wohnen mit Möbeln aus recycelter Wellpappe. Das nachhaltige Startup nutzt ein Material, das normalerweise nur für den Transport verwendet wird, und schafft damit eine Dauerlösung für alle, die oft umziehen oder platzsparend wohnen möchten. Die Möbel aus Pappe sind individuell gestaltbar, leicht zu transportieren und können vollständig wiederverwertet werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Möbelstücken sind sie somit nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch flexibler und praktischer. Kein Wunder, dass sie bei jungen Menschen immer beliebter werden.


Das Münchner Startup WYE geht noch einen Schritt weiter und setzt auf Upcycling. Mit ihrem eigenen Baustoff Neolign®, der zu 83 Prozent aus Holzfaserabfällen besteht, stellen sie bunte und minimalistische Hocker, Bänke und Tische her. Dabei kommt kein einziger Baum zu Fall, denn die Platten werden am Ende ihres Möbellebens vollständig in den Produktkreislauf zurückgeführt. Mit ihrer innovativen Geschäftsidee setzen die Gründer ein Zeichen für Nachhaltigkeit und zeigen, dass man auch im Möbelbereich ressourcenschonend und umweltbewusst handeln kann.


von Alyssia Große